Viel zu warm!

veröffentlicht am in Jahreszeiten

Um die 30°C in Deutschland - gefährliche Hitze für Mensch und Tier

Die Temperaturen steigen – und mit ihnen auch die Zahl der besorgniserregenden Nachrichten:

„Kind aus überhitztem Auto befreit …“
„Hund im Auto gelassen und qualvoll gestorben …“

Solche Schlagzeilen lesen wir in der Sommerzeit leider immer häufiger. Und sie zeigen deutlich: Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern kann lebensgefährlich sein – für Menschen und Tiere.

Wir Menschen spüren selbst, wie sehr uns hohe Temperaturen belasten. Der Kreislauf gerät schneller an seine Grenzen, wir müssen mehr trinken, vermeiden körperliche Anstrengung und suchen Schatten oder kühle Räume. Barfuß über aufgeheizten Asphalt zu gehen? Kaum möglich.

Und doch sehen wir im Alltag immer wieder Hunde, die bei Hitze neben Fahrrädern herlaufen oder lange Spaziergänge in der Mittagssonne absolvieren müssen.

„Die größten Risiken entstehen oft im Alltag“ – Tierheimleitung Lustadt

Unsere Tierheimleiterin in Lustadt, Desiree Wabner, betont, wie wichtig bewusstes Handeln bei hohen Temperaturen ist:

Wie erkenne ich einen Hitzschlag beim Hund – und was muss ich tun?

„Am besten verhindern Sie einen Hitzschlag, indem Sie Gassirunden in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend legen. Zur Mittagszeit sollten Spaziergänge – wenn überhaupt – nur sehr kurz und im Schatten stattfinden.

Körperliche Belastung sollte immer an Alter und Gesundheitszustand des Hundes angepasst oder bei großer Hitze möglichst vermieden werden. Besonders wichtig ist auch der aufgeheizte Asphalt: Dieser kann schnell über 60 °C erreichen und zu schweren Verbrennungen an den Pfoten führen.

Ein einfacher Test hilft: der Handrückentest. Legen Sie Ihren Handrücken für etwa sieben Sekunden auf den Asphalt. Ist es zu heiß für Sie, ist es auch zu heiß für Ihren Hund.“

Erste Warnzeichen eines Hitzschlags können sein:

  • starkes, angestrengtes Hecheln
  • lang gestreckter Hals mit heraushängender Zunge
  • gerötete Haut, zum Beispiel an den Ohren

„In diesem Fall sollte der Hund sofort an einen kühlen Ort gebracht und mit Wasser versorgt werden. Zusätzlich können die Gliedmaßen vorsichtig mit kühlen, feuchten Tüchern gekühlt werden – aber den Hund niemals komplett abdecken. Anschließend ist unbedingt ein Tierarzt aufzusuchen, da ein Hitzschlag schnell lebensbedrohlich werden kann.“

Auch im Tierheim selbst wird konsequent auf die Temperaturen reagiert:

„Wir behalten die Hunde tagsüber länger in den kühlen Innenbereichen. Selbst im Schatten ist es derzeit oft zu heiß. In den Freiläufen stehen jederzeit frisches Wasser und Bademöglichkeiten zur Verfügung. Gassigänge finden ausschließlich morgens statt – und unsere Hunde kommen damit sehr gut zurecht.“

Bitte achten Sie auf Ihre Tiere

„Gönnen Sie Ihren Tieren – und sich selbst – bei diesen Temperaturen mehr Ruhe und Pausen. Der Sommer ist schön, aber er verlangt Rücksicht. Und keine Sorge: Der Herbst mit Regen und Wind kommt bestimmt zurück.“

Herzliche Grüße aus Lustadt
Ihre Desiree und Team

⚠️ Wichtig zu wissen:
Ein Auto heizt sich auch im Schatten oder bei leicht geöffnetem Fenster massiv auf. Die Temperatur steigt besonders in den ersten 10–20 Minuten extrem schnell.
Für Kinder, ältere Menschen und Tiere kann das bereits nach kurzer Zeit lebensgefährlich werden. „Nur kurz einkaufen“ kann im Sommer zu spät sein.

🐶🐱 Merksatz:

„Ein geparktes Auto ist kein sicherer Ort – niemals, wirklich niemals!“

Heißer Asphalt – Gefahr für Hundepfoten

Sommer, Sonne, Spaziergang – eigentlich perfekt.

Doch Vorsicht: Heiße Wege können für Hundepfoten schnell gefährlich werden.

Schon ab etwa 25 °C Lufttemperatur kann sich Asphalt auf bis zu 50 bis 60 °C aufheizen – genug, um schmerzhafte Verbrennungen zu verursachen.

🐾 Wichtig zu wissen:
Bereits ab ca. 25 °C Lufttemperatur kann der Asphalt gefährlich heiß werden. Dunkler Boden speichert besonders viel Wärme.
Verbrennungen an Hundepfoten können schon nach wenigen Sekunden entstehen.

So schützen Sie Ihren Hund:

  • Früh oder spät rausgehen: Morgens und abends ist der Boden deutlich kühler
  • Schatten nutzen: Wiesen und schattige Wege sind ideal
  • Pfotenschutz verwenden: Hundeschuhe oder Pfotenwachs können helfen
  • Nach dem Spaziergang kontrollieren: Pfotenballen kurz prüfen
  • Handrückentest: 7 Sekunden auf den Asphalt – ist es zu heiß für Ihre Hand, ist es auch zu heiß für den Hund

So kommen Sie und Ihr Vierbeiner sicher und entspannt durch die heißen Sommertage.

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