Und wieder ist Weltkatzentag

veröffentlicht am in Retten & Mobile Tierrettung

Die Rechnung zahlt der Tierschutz!

Kein glückliches Leben in „Freiheit“

Weltkatzentag – 08. August

Viele verbinden den Weltkatzentag mit süßen Fotos und Geschichten. Wir möchten jedoch auf eine Problematik aufmerksam machen, die oft übersehen wird – das stetig wachsende Katzenelend in Deutschland.

Zwei Millionen verwilderte Katzen – ein wachsendes Problem

In Deutschland leben schätzungsweise rund zwei Millionen verwilderte Hauskatzen auf der Straße.
Diese Tiere sind völlig auf sich gestellt:

  • häufig krank

  • unterernährt

  • durch Infektionen und Parasiten geschwächt

  • gefährdet durch Verkehr und Witterung

Sie vermehren sich unkontrolliert weiter – sowohl untereinander als auch mit nicht kastrierten Freigänger-Katzen. Ausgesetzte oder zurückgelassene Tiere verschärfen die Situation zusätzlich.

Straßenkatzen kommen NICHT alleine zurecht

Die Vorstellung, Katzen würden draußen problemlos überleben, ist weit verbreitet, aber falsch.
Die meisten herrenlosen Katzen stammen ursprünglich aus Haushalten – und geraten unvorbereitet in ein Leben voller Risiken.

Straßenkatzen leiden unter:

  • extremen Temperaturen

  • mangelnder Ernährung

  • schwer verlaufenden Infektionskrankheiten

  • hoher Unfallgefahr im Straßenverkehr

  • Verletzungen durch Revierkämpfe

Ein Leben „in Freiheit“ bedeutet für sie keinen selbstbestimmten Alltag, sondern täglichen Kampf ums Überleben.

Unkontrollierte Vermehrung als Hauptursache

Eine nicht kastrierte Katze kann 2–3 Mal pro Jahr je 3–5 Kitten bekommen.
Diese unkontrollierte Vermehrung ist eine der zentralen Ursachen für das Katzenelend in Deutschland und führt zu einer stetig wachsenden Zahl hilfsbedürftiger Tiere.

Ehrenamtliche und Tierheime: Gemeinsam – aber mit unterschiedlichen Rollen

Bundesweit engagieren sich viele Ehrenamtliche für freilebende Katzen. Sie leisten wertvolle Unterstützung, etwa durch:

  • Fütterung an festen Futterstellen

  • Einfangen verletzter oder erkrankter Tiere

  • Transport zu Tierärzten

  • Mithilfe bei Kastrationsaktionen

Den Hauptteil der Versorgung, Unterbringung, tierärztlichen Betreuung und Vermittlung übernehmen jedoch die Tierheime und Tierauffangstationen.
Sie tragen die größte organisatorische, personelle und finanzielle Verantwortung – und sind seit Jahren stark belastet.

Unsere Tierauffangstationen sind ausgelastet

Wie jedes Jahr sind die Katzenbereiche unserer Stationen sehr voll.
Derzeit betreuen wir täglich:

  • bis zu 500 Tiere insgesamt

  • davon über 250 Katzen

  • darunter mehr als 50 Kitten

Bis August dieses Jahres haben wir bereits über 700 Fund- und Abgabetiere aufgenommen.

Seit 1996: TERRA MATER e.V. – Engagement für nachhaltigen Tierschutz

Seit 1996 setzt sich TERRA MATER e.V. kontinuierlich und fachlich fundiert für den Schutz und die Versorgung von Tieren ein. Unsere Arbeit basiert auf klaren Grundsätzen:

  • Respekt gegenüber allen Lebewesen

  • Verantwortung im Umgang mit Haustieren und wildlebenden Tieren

  • Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung von Tieren

Viele Menschen leben in enger Verbundenheit mit ihren Tieren. Daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass Tiere – unabhängig von Herkunft oder Vorgeschichte – angemessen geschützt und versorgt werden.

Unsere Bitte an alle Tierhalter

✔ Haustiere chippen und registrieren

Der Chip allein reicht nicht. Erst die Registrierung – z. B. bei TASSO – ermöglicht eine Zuordnung, wenn ein Tier entläuft.

✔ Katzen und Kater kastrieren

Insbesondere Freigänger sollten unbedingt kastriert sein.
Jede Kastration verhindert weiteres Tierleid.

✔ Über Kastrationspflicht informieren

Viele Städte und Gemeinden haben bereits eine Kastrationspflicht eingeführt. Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt.

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