Neues aus dem TM Azubi-Netzwerk
veröffentlicht am in Azubi Netzwerk
Wissen schützt - pflegen, füttern, putzen und noch viel mehr!
TERRA MATER und seine Tierschutzpartner - aktiver Tierschutz bundesweit
Wir retten, versorgen, vermitteln und wildern wieder aus. Täglich versorgen wir über 500 Tiere auf unseren Stationen. Jährlich nehmen wir über 1.000 Tiere auf unseren eigenen Tierauffangstationen in Lustadt, Graben-Neudorf und Guben auf und mehr als 10.000 Tiere in und über unser bundesweites Tierschutz-Netzwerk.
Uns ist die Aufklärung wichtig: Wie geht artgerechte Tierhaltung und was fördert das Wohlbefinden der Tiere? Wir unterstützen unsere Partnerstationen finanziell und auch bei der Ausbildung von professionellen Tierpfleger*innen. Die Ausbildung zum/zur Tierpfleger*innen dauert in der Regel drei Jahre. Gelernt wird abwechselnd in der Berufsschule und im Betrieb. Die TERRA MATER Azubis besuchen die verschiedenen TM-Partnerstationen, da die unterschiedlichen Tierbestände ihre Ausbildung noch fundierter machen. Mit Herz dabei und mit Liebe zum Tier können ausgebildete Tierpflegerinnen und Tierpfleger durchaus die Karriereleiter erklimmen. Ein Tierpfleger kann nach 6jähriger Berufserfahrung seinen Meister machen.
Heute gibt Azubi Wolke Meyer einen Einblick in ihre Arbeit:
Ich bin Wolke Meyer und bin in der Ausbildung zur Tierpflegerin in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension auf dem Geißblatthof in Warpe - Partnerstation von TERRA MATER e.V. Die Arbeit mit auffälligen Hunden ist bei uns besonders wichtig, weil die Vermittlungschancen der Hunde dadurch deutlich verbessert werden. Deshalb leitet den internen Lehrlingsunterricht bei uns ganz oft ein Hundetrainer, der vorher als Tierpfleger lange Jahre in Tierheimen gearbeitet hat.
Mein "Projekthund" ist im Moment die Schafpudelhündin Strubbel. Sie kam im Januar 2025 mit ihrer Schwester zu uns. Die beiden stammen aus einer Zucht in Norddeutschland, in der zuletzt wohl einiges schiefgelaufen ist. Die beiden kannten weder richtigen Menschenkontakt noch Zuneigung, geschweige denn an der Leine gehen. Stück für Stück haben sie langsam Vertrauen gefasst und sind in Kontakt getreten mit uns Menschen. Strubbels Schwester viel das Ganze ein Stück leichter und sie hat mittlerweile auch ihr "für-immer-Zuhause" gefunden. Strubbel ist nach wie vor schüchtern uns Menschen gegenüber, allerdings üben wir die Basics regelmäßig mit ihr und es wird immer besser. Streicheleinheiten kann sie manchmal schon genießen, auch wenn sie noch ein wenig skeptisch ist. Im Umgang wird Strubbel schnell hektisch und Engpässe findet sie immer noch etwas gruselig. Z.B., wenn man sie an der Leine hat und durch eine Tür gehen möchte rennt sie oft kopflos los um schnell aus der Situation zu kommen. In solchen Situationen muss man selber die Ruhe bewahren und ihre Ruhe vermitteln. Um ihr die Angst zu nehmen über wir mit ihr, dass sie kurz vor der offenen Tür warten muss und man dann gemeinsam durch die Tür geht ohne, dass sie übermäßig hektisch wird. Das war am Anfang völlig undenkbar. Inzwischen klappt es ziemlich gut, weil es zur Gewohnheit geworden ist.
Der Kontakt zu neuen Hunden tat ihr sehr gut, weil sie sich da viel abgucken kann. Sie hat ein gutes Sozialverhalten entwickelt, verträgt sich mit allen und teilt auch gerne ihr Körbchen. Mit Strubbel zu arbeiten macht mir viel Spaß, weil man bei ihr deutliche Fortschritte sieht. Am anfang hat sie sich so aufgeregt durch eine Leine eingeschränkt zu sein, dass sie sich daran die Schnute blutig gebissen hat, mittlerweile geht sie schwanzwedelnd neben mir her.