Millionen Haustiere
veröffentlicht am in Tipps & Wissenswertes
Am 20. Februar ist „Liebe Dein Haustier Tag“
Liebe zeigt sich nicht nur in schönen Momenten
Warum braucht es eigentlich einen Tag, der uns daran erinnert, unsere Haustiere zu lieben? Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.
Wer sich für ein Tier entscheidet, übernimmt Verantwortung – für viele Jahre. Und genau hier beginnt für uns als Tierschutzverein das Thema.
Mehr als 33 Millionen Haustiere leben in deutschen Haushalten
2024 lebten rund 33,9 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in deutschen Haushalten. Hinzu kommen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. In 44 Prozent der Haushalte lebte mindestens ein Heimtier. Die Katze war mit 15,9 Millionen Tieren erneut das beliebteste Heimtier, gefolgt vom Hund mit 10,5 Millionen.
Mit der Zahl der Haustiere wächst auch die Verantwortung ihrer Menschen.
Wenn aus einem Haustier ein Tierheimtier wird
TERRA MATER e.V. nimmt jährlich rund 1.000 Tiere auf. Darunter sind Fund- und Abgabetiere ebenso wie Tiere, die Behörden zu uns bringen oder die aus anderen Gründen unsere Hilfe benötigen.
Seit Jahren beobachten wir dabei eine hohe Zahl von Fund- und Abgabetieren. Und viele der aufgenommenen Hunde und Katzen sind nicht gekennzeichnet oder nicht registriert.
Dabei kann genau das entscheidend sein: Ist ein Tier gechippt und die Transpondernummer in einem Haustierregister wie TASSO registriert, können wir oder Finderinnen und Finder den Menschen, zu dem das Tier gehört, häufig schnell erreichen. Im besten Fall muss das Tier gar nicht erst längere Zeit im Tierheim bleiben.
Kennzeichnung und Registrierung sind deshalb ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Tierhaltung.
Liebe bedeutet auch Vorsorge
Ein Tier zu lieben bedeutet nicht nur, es zu füttern, mit ihm zu spielen und ihm ein schönes Zuhause zu geben.
Es bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass es gekennzeichnet und registriert ist, notwendige tierärztliche Versorgung erhält und nicht unkontrolliert Nachwuchs bekommt.
Gerade bei Katzen ist das wichtig. Freilebende Katzenpopulationen wachsen weiter und stellen eine der größten, oft wenig beachteten Herausforderungen im Tierschutz dar. Kastration, Kennzeichnung und Registrierung können helfen, Tierleid nachhaltig zu verhindern.
Liebe beginnt schon bei der Entscheidung für ein Tier
Auch die Anschaffung eines Tieres gehört dazu.
In deutschen Tierheimen warten jedes Jahr sehr viele Tiere auf ein neues Zuhause. Gleichzeitig werden weiterhin Hunde, Katzen und andere Tiere über das Internet angeboten – teilweise unter Bedingungen, die mit verantwortungsvollem Tierschutz nichts zu tun haben.
Der illegale Heimtierhandel bleibt ein großes Problem: Der Deutsche Tierschutzbund dokumentierte 2025 insgesamt 257 Fälle mit mindestens 2.250 betroffenen Tieren. Mehr als 75 Prozent der Tiere waren krank. Fast alle beschlagnahmten Tiere mussten anschließend von Tierheimen und Auffangstationen versorgt werden.
Hinter vielen Onlineangeboten stehen nicht liebevolle Menschen, sondern ein Geschäft, bei dem Tiere zur Ware werden. Besonders betroffen sind Welpen, aber auch Katzen und andere Heimtiere.
Unsere Bitte: Kaufen Sie kein Tier aus einem undurchsichtigen Onlineangebot. Wenn Sie einem Tier ein Zuhause geben möchten, schauen Sie zuerst in Ihrem örtlichen Tierheim. Dort warten viele Tiere auf Menschen, die ihnen dauerhaft eine zweite Chance geben.
Was bedeutet „Liebe“ für ein Haustier?
Liebe bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.
Für die Gesundheit.
Für die Sicherheit.
Für die artgerechte Haltung.
Für die Kennzeichnung und Registrierung.
Für die Kastration, wenn sie erforderlich ist.
Und für das Tier – ein ganzes Leben lang.
Denn ein Haustier ist keine Anschaffung für einen bestimmten Lebensabschnitt und kein Produkt, das man bei Schwierigkeiten einfach zurückgeben kann.
Wer sein Tier wirklich liebt, sorgt vor, übernimmt Verantwortung und bleibt auch dann an seiner Seite, wenn es schwierig wird.
Das ist für uns Tierschutz. Jeden Tag – nicht nur am „Liebe Dein Haustier Tag“