Eine Geschichte über einen Krieger und Kämpfer

Zwischen Deutschland und Afrika

Im letzten Herbst wurde ein junger Wespenbussard zum Falkenhof des „Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V.“ gebracht. Das Tier sollte auf eine Auswilderung vorbereitet werden. Beim Fund befand sich das Tier in einem sehr schlechten Zustand. Es war stark dehydriert, der rechte Flügel war mehrfach gebrochen, an der Flügelinnenseite befand sich eine offene Wunde und das rechte Bein war im Bereich des Beckenknochens abnormal beweglich. Es steht sogar die Vermutung im Raum, dass jemand auf dieses Tier geschossen hatte.

Als der Wespenbussard auf dem Falkenhof ankam war er noch immer sehr geschwächt, obwohl er vorher gut medizinisch versorgt wurde. Nun hieß es für das Team vom Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V. alles Mögliche zu tun, damit das Tier überlebt und eine Chance zur Auswilderung hat.

Der Wespenbussard ist in Deutschland zwar einheimisch, jedoch nur in der Sommerzeit, da er im Winter in Afrika überwintert.

Leider dauerte die Heilungsphase der Verletzungen wesentlich länger als gedacht und verlief auch nicht so wie gewünscht. Jedoch versuchten die Tierpfleger alles Mögliche, um den Wespenbussard doch noch auswildern zu können.

Wenn ein Langstreckenzieher kurz vor dem Zug ausgewildert werden soll, brauch er viel Training. Es zeigte sich dann leider im Training, dass die Verletzungen zu gravierend waren und der Vogel einen Zug nach Afrika nicht schaffen wird. Da er aber sehr ausgeglichen, ruhig und entspannt bei Menschen war hat sich der Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V. dazu entschieden, einen Antrag zu stellen, um den Wespenbussard dauerhaft halten zu dürfen. Nun bekam er auch endlich einen Namen, er sollte „Askari“ heißen, übersetzt heißt das so viel wie Soldat und Askari ist ein echter Krieger und Kämpfer.

Nun lebt Askari schon über ein Jahr auf dem Falkenhof, wird regelmäßig geflogen und bekommt jeden Tag eine leckere Mischung aus Insekten, Fleisch, Früchten und Honig. Er hat sich sehr gut entwickelt und so bekommen die Besucher des Falkenhofs die Chance einen seltenen Greifvogel auch mal von nah zu betrachten. Ohne das Team des Wald-Jagd-Naturerlebnisses e.V. wäre dieser großartige Vogel gestorben und das nur, weil wahrscheinlich jemand auf ihn geschossen hat.

Über den Falkenhof

Das Team vom Falkenhof

Der TERRA MATER-Tierschutzpartner Wald-Jagd-Naturerlebnis e.V., macht mit Hilfe von gezielter Waldpädagogik Natur für Groß und Klein erlebbar. Zum Vereinsgelände gehören der Falkenhof, inmitten des Landschaftsschutzgebietes Ravensberg, sowie das Waldhaus Großer Ravensberg.

In die angeschlossene Wildtierauffangstation werden kranke oder verletzte Wildtiere gebracht. Viele Tiere wie Eichhörnchen oder Kernbeißer sind geschützte Arten. Sie werden hier tierärztlich versorgt und bis zu ihrer Wiederauswilderung gepflegt.

Vor allem hat sich der Verein dem Artenschutz der Greifvögel verschrieben, zum Beispiel mit der Handaufzucht von Schreiadlern und Steinkäuzchen.

Aktuelles Projekt: Natur- Lehrprojekt in Potsdam.

TERRA MATER und seine Tierschutzpartner

Aktiver Tierschutz bundesweit

Wir retten, versorgen, vermitteln und wildern wieder aus. Jährlich bis zu 1500 Tiere in unserer Tierauffangstation in Lustadt und mehr als 10.000 Tiere in und über unser bundesweites Tierschutz-Netzwerk. Außerdem versorgen wir rund 130 Reptilien, die als Dauergäste in unserer Reptilienauffangstation in Graben-Neudorf und bis zu 200 Tiere zurzeit in unserer Tierauffangstation in Lustadt.

Uns ist die Aufklärung wichtig: Wie geht artgerechte Tierhaltung und was fördert das Wohlbefinden der Tiere? Wir unterstützen unsere Partnerstationen finanziell und auch bei der Ausbildung von professionellen Tierpfleger*innen.

Unser Verein finanziert sich ausschließlich über die Beiträge der Mitglieder sowie durch Spenden. Wir sind eine gemeinnützige, unabhängige Tierschutz-Organisation. Wir erhalten keine öffentlichen Zuschüsse und sind daher auf Spenden engagierter Menschen angewiesen.

Empfehlen Sie uns weiter