Weltkatzentag2019

Die Rechnung zahlt der Tierschutz!

Kein glückliches Leben in "Freiheit"!

Heute ist - mal wieder – Weltkatzentag. Wir könnten Ihnen zahlreiche süße Katzen-Geschichten erzählen, finden aber Folgendes wichtiger:

Mittlerweile leben schätzungsweise zwei Millionen verwilderte Hauskatzen auf den Straßen in Deutschland. Sie sind sich völlig selbst überlassen und oft krank und durch Hunger ausgezehrt. Sie vermehren sich unkontrolliert weiter, auch mit unkastrierten Freigänger-Katzen. Ausgesetzte und zurückgelassene Katzen tragen zusätzlich zum stetigen Wachstum des Katzenelends bei.

Bitte denken Sie nicht, dass Katzen so wunderbar alleine da draußen zurechtkommen! Die meisten Katzen auf der Straße kommen von der Couch ins Elend. Sie leiden unter Kälte, Unterernährung und meist an schwer bis tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten. Darüber hinaus ist die Verletzungsgefahr sehr hoch, dass die Katzen angefahren oder sogar überfahren werden. Bei Revierkämpfen nicht selten, dass die Stubentiger mit Verletzungen davon kommen.

Katzen, die nicht kastriert sind, können 2 bis 3 Mal pro Jahr 3 bis 5 Kitten zur Welt bringen. Fakt ist und heute bereits unstrittig, dass genau diese unkontrollierte Vermehrung das Katzen-Elend in Deutschland verschlimmert.

Unsere ehrenamtliche Katzenschutztruppe arbeitet bundesweit und versorgt Katzen mit Futter. Wenn die Katzen erkennbar verletzt oder krank sind werden sie eingefangen und tierärztlich versorgt, bei Bedarf kastriert und an der Futterstelle wieder ausgesetzt. Durch eine kleine Kerbe am Ohr, die der Tierarzt setzt, werden die kastrierten Tiere erkannt. Unsere ehrenamtlichen Kollegen überprüfen regelmäßig den Allgemeinzustand der Katzen vor Ort.

Bitte lassen Sie Ihr Haustier bei TASSO registrieren, chippen allein reicht nicht!

Falls noch nicht geschehen, lassen Sie Ihre Katze kastrieren, vor allem, wenn es sich um eine Freigänger-Katze handelt.

Hier können Sie lesen, welche Städte und Gemeinden eine Kastrationpflicht eingeführt haben.

Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, einer Mitgliedschaft oder mit einer Tierpatenschaft. Mit Ihrer Unterstützung können wir Tieren in Not dauerhaft helfen.

Trinity die Kämpferin, die verlor..

Wir hatten sie Trinity genannt. Der Name kommt aus dem Lateinischen und steht für die "heilige" Dreifaltigkeit: Körper, Seele und Geist oder die Prinzipien "Vater", "Mutter" und "Kind bzw. Heiliger Geist".

Wir fanden sie ausgesetzt, höchstens ein paar Tage alt, unter einem Busch in der Nähe unserer Tierauffangstation. Wir hatten zuerst großes Glück, da Hannelore, eine Katze mit zwei halbwüchsigen Kitten , sie sofort annahm und Trinity begann zu trinken. Wir waren so froh. Leider hatte Hannelore nach 3 Tage das Interesse verloren und sie aufgegeben.

Unsere Kollegin Jacqueline fing unverzüglich mit der Handaufzucht an.

Jacqueline beschreibt Trinitys letzten Tag so:

"Die kleine Trinity ist mir in der einen Woche, in der ich sie bei mir haben durfte, sehr ans Herz gewachsen. Zu sehen, welchen Lebenswillen dieses kleine Kätzchen an den Tag gelegt hat, gab mir ein kleines bisschen Hoffnung, dass sie es schafft.

Es war zwar eine Woche mit wenig Schlaf, aber jede Kuscheleinheit und jeder Schnurrlaut von ihr, hat mich für das stündliche Aufstehen sofort entschädigt. Man kämpft mit vollem Einsatz und wird am Ende leider doch auf den Boden der Tatsache zurück geholt. Ihre letzten Atemzüge nahm Trinity bei mir auf dem Oberkörper liegend. So konnte ich ihren letzten Weg zumindest ein Stück weit mit ihr zusammen gehen. Es ist verdammt hart, aber auch das gehört leider zum Alltag von uns Tierpflegern.

Es ist eben nicht immer alles super - und trotzdem würde ich jeder Zeit wieder alles an Schlaf, Freizeit und Privatleben für so ein kleines, hilfloses Lebewesen opfern."

Danke Jacqueline!

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