Hunde bitte anleinen!

Achtung Jungtiere

Auch in diesem Frühjahr wurden bereits die ersten Jungtiere abgegeben. Nicht angeleinte Hunde und auch falsche Fürsorge des Menschen werden oft sogar zur potenziellen Gefahr. Dieser kleine Fuchs wurde in der letzten Woche von einem unangeleinten Hund aus seinem Bau verschleppt. Er ist erst ca. 3-4 Wochen alt und muss jetzt ohne Mutter und Geschwister aufwachsen. Für ein Tier, dass über Monate im Sozialverband aufwächst, ist das natürlich noch viel schlimmer.

Durch das Toben und Kabbeln mit den Geschwistern werden die Füchse spielerisch auf das Überleben in der Natur vorbereitet, also Jagen, Fangen, Erlegen. „Wir versuchen ihm jetzt natürlich auch diese Möglichkeiten zu bieten, aber "leider" ist er unser einziger Fuchs und wir haben in Partnerstationen noch keinen gleichaltrigen Kumpanen gefunden“, sagt Azubi Finnja. Ob er es schafft, weiß man noch nicht. Aktuell bekommt er noch rundum Betreuung und wird auch nachts gefüttert. Ebenso wurde ein Rehkitz durch einen Hund, der nicht angeleint war, gerissen und bei unserer Partnerstation, Wildtier- und Artenschutzzentrum, abgegeben. Leider kam hier jede Hilfe zu spät.

Auch Feldhasenbabys sind nur dann auf menschliche Hilfe angewiesen, wenn sie von einer Katze, einem Hund oder von Krähen attackiert werden. In diesem Fall ist immer eine tierärztliche Versorgung notwendig. Bitte versuchen Sie keinesfalls auf eigene Faust ein Tier zu füttern oder aufzuziehen! Sie setzen damit das Leben des Tieres aufs Spiel. Die Aufzucht von Feldhasen gehört nur in Expertenhände! Mehr dazu unter „Hände weg von Jungtieren!“

Was tun, wenn ich einen vermeintlich hilflosen Vogel am Boden sehe?

Ist er verletzt? Oder ist es einfach nur ein Jungvogel, der etwas erstarrt schaut und darauf wartet gefüttert zu werden?

Wir bekommen gerade in dieser Zeit immer wieder Anrufe von besorgten Tierfreunden, mit der Frage: Bei mir im Garten hockt ein Jungvogel im Gras, kann wohl nicht fliegen. Soll ich ihn aufsammeln und zum Tierheim oder Tierarzt bringen?

Diana Erdmann von unserer Partnerstation Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V. gibt uns hierzu folgenden Tipp: „Die meisten Singvögel, Greifvögel und Eulen verlassen ihr Nest bevor sie fliegen können, da das Nest zu eng geworden ist. Die Eltern sind meist in ihrer Nähe und versorgen die im Umfeld des Nestes verteilten Jungtiere weiter. Sollten Sie in der Jungtierzeit (März – August) einen flugunfähigen Jungvogel beobachten, der am Boden sitzt, handelt es sich meist um einen sogenannten Ästling – einen befiederten noch flugunfähigen Jungvogel. Beobachten Sie ihn aus der Distanz, ob die Elternvögel ihn versorgen. Das kann über eine Stunde dauern. Wenn der Jungvogel am Boden in Gefahr sein sollte, können Sie ihn einfach auf einen Ast oder ins Gebüsch setzen. Eltern und Jungvögel haben meist Rufkontakt und finden, wenn sie ungestört sind, wieder zu einander.“

Und weiter dazu: „90% der jungen Singvögel werden aus Unkenntnis eingesammelt und dadurch ihren Eltern weggenommen. Nicht richtig ist auch: Ein Jungvogel, der angefasst worden ist, wird nicht mehr von seinen Eltern angenommen – falsch!!!! Sogar aus dem Nest gefallene Jungvögel können ins Nest zurückgesetzt werden. Junge Vögel können aus dem Gefahrenbereich aufgenommen und ins Gebüsch oder auf einen Ast, nahe der Fundstelle, gesetzt werden. Die Vogelfamilie steht in Rufkontakt und findet sich wieder. Bitte immer erst beobachten, ob die Jungtiere wirklich verlassen wurden. Eine Handaufzucht sollte immer die letzte Möglichkeit sein dem Vogel zu helfen“

Bitte unterstützen Sie uns

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns gerade in dieser Zeit mit einer Spende unterstützen oder schauen Sie gern auf unsere Amazon Wunschliste für unsere Tierauffangstation in Lustadt , Amazon Wunschliste unserer Reptilienstation in Graben-Neudorf oder auf unsere Amazon Wunschliste für unser Tierheim in Guben.

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Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Ihr TM Team

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