Geschwister in Not

Auf einem kleinen, abgelegenen Bauernhof lebte ein Bauer, der hauptsächlich Schafe und Ziegen züchtete. Eines Tages beschloss er, seinem Hof den Rücken zu kehren und die dort lebenden Tiere sich selbst zu überlassen. Verzweifelt rangen diese nun ums Überleben. Ohne Futter und Wasser war der verzweifelte Kampf allerdings aussichtslos: Die meisten Tiere verendeten elend.

Einzig die sukzessiv verwildernden Hunde vermehrten sich weiter und wuchsen in ihrem Überlebenswillen über sich hinaus: Eine nicht kastrierte Hündin, die, rein ihren Instinkten folgend, wieder einmal Nachwuchs bekommen hatte, riss in ihrer Not sie sogar Schafe, um ihre Welpen und nicht zuletzt sich selbst durchzubringen.

Irgendwann bemerkten Anwohner die Tragödie und alarmierten die Polizei. Selbst die hartgesottenen Beamten waren überwältigt von Wut und Ekel, als sie am Ort des Geschehens eintrafen: Verwesende, faulende Kadaver, blanke Tierskelette, Kot, Urin und Dreck...ein Gestank, der sich mit Worten kaum beschreiben lässt!

Die noch überlebenden Tiere wurden in Pflegestellen untergebracht – so kamen auch die im Juni des letzten Jahres geborenen Junghunde Mudita und Berti ins Welpenwaisenhaus. Die Greuel ihrer ersten Zeit auf dieser Welt haben die beiden glücklicherweise weder wahrgenommen, noch sind bei ihnen dadurch bedingte Verhaltensauffälligkeiten zu bemerken.

Gegen den verantwortungslosen Landwirt wurde ein Ermittlungs- und Strafverfahren eingeleitet – hoffentlich darf er nie wieder Tiere halten!

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