Fast 40 Katzenkinder haben wir in diesem Frühjahr

Versorgen, kuscheln und vor allem durchbringen

Bei den Kitten, die zu uns gebracht werden, handelt es sich in den seltensten Fallen um kleine süße Kuschelkätzchen, eher um Spucki und Fauchi.

Die Kitten, die in Deutschland als Fundtiere abgegeben werden, stammen fast ausschließlich von verwilderten Katzen und sind irgendwo in einem Gebüsch, einem alten Schuppen, auf einer Baustelle, einer Scheune, auf einem Schrottplatz oder einem häuslichen Garten zur Welt gekommen. Die Überlebenschancen sind oft nur sehr gering. Aufmerksame Mitbürger:innen rufen unsere Mobile Tierrettung, bringen die Kätzchen – manchmal samt der Mutter, wenn sie sich einfangen lässt. Nicht selten ist die Katzen Mutter krank, verletzt oder bereits tot und die Kitten manchmal erst einige Tage oder Wochen alt. Und damit beginnen bei uns auf den Stationen sorgenvolle, zeitintensive und kostspielige Zeiten und das von Ende März bis in den Oktober.

Diese Zeit ist in unseren Katzenstationen – und bei einigen Pflegerinnen zuhause – geprägt von (Katzen)Durchfallerkrankungen (Giardienbefall), (Katzen)Pilzbefall und Schnupfen. Nebenbei sind diese Viren auch für unser Team auf den Stationen nicht ungefährlich. Hierfür gibt es wirksame Medikamente, doch vor allem ist eine gesunde und komplett kohlenhydratefreie Katzenernährung notwendig. Besonders sehr junge Katzen und auch sehr alte Katzen leiden stark unter Infektionen und Parasiten im Magen-Darmtrakt, weil das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr vollständig funktioniert. Das ist auch der Grund, weswegen wir generell bei der Fütterung darauf achten getreidefreies Nassfutter zu geben.

Von den zurzeit knapp 40 Kitten leiden 80% an einer Durchfallerkrankung. Durch diesen Befall ist, wie beschrieben, das Immunsystem so stark belastet, dass Pilzbefall und Schnupfen hinzukommen können.

Die verbliebenen 20% müssen mit der Flasche aufgepäppelt, bzw. großgezogen werden und zeigen noch keine Krankheitssymptome. In unserer Tierauffangstation in Lustadt haben wir im Moment rund 130 Katzen, heißt auch, dass sich möglichst wenig Tiere weiter anstecken sollen. Jedes Jahr eine „kleine Epidemie“.

Warum geben wir die Katzenkinder „erst“ im Alter von 3 bis 4 Monaten in die Vermittlung? Und warum können wir keine Reservierungsliste führen?

Bis zur Vermittlung schaffen es leider sehr selten alle, einige Kitten sterben. Erst wenn die Kätzchen wirklich gesund und munter sind, sind sie auch bereit für die Vermittlung. Dann suchen wir Menschen, die diesen „kleinen Wilden“ ein neues und dauerhaftes Zuhause geben wollen und können. Wenn sie ausziehen sind unsere Vermittlungstiere geimpft, kastriert (je nach Alter), gechippt und registriert.

Die Drei von der Baustelle

Nicht weit von unserer Tierauffangstation in Lustadt wurden morgens bei Schichtbeginn drei verlassene Katzenbabys entdeckt. Höchstens 1 bis 2 Tage alt und die Augen noch geschlossen. Die Mutter-Katze schien verschreckt durch den beginnenden Baustellen-Lärm am Wochenbeginn. Einer der Bauarbeiter brachte die Katzen-Babys zu uns. Die Kleinen waren bereits unterversorgt und schwach. Das Aufpäppeln begann sofort.

Wir hoffen sehr, dass es die Drei schaffen.

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