Arim erzählt uns etwas

Neues aus der Welt eines angehenden Tierpflegers

Schönen guten Tag.

Wie angekündigt, berichte ich gern ein wenig von meiner bisherigen Arbeit bei TERRA MATER. Neben zu Beginn viel Routine, was das Pflegen unserer Tiere, deren Wohnräumen und die artspezifische Fütterung angeht, habe ich auch schon viel Spezielles miterlebt und lernen dürfen.

Zum Beispiel das Behandeln von diversen gesundheitlichen Problem oder auch der Umgang mit verschiedensten „Tierischen Charakteren“. Die bisher aber wohl eindringlichste Erfahrung, die ich seit Beginn meiner Ausbildung hier gemacht habe, ist die von Jacqui und meinem Einsatz am Abend des 06.09.2020.

Wenn sie unsere News „Kein schöner Einsatz – Unsere Mobile Tierrettung unterwegs“ vom 07.09.2020 gelesen haben, ist ihnen der grobe Hergang dieses unschönen Arbeitseinsatzes ja bereits geläufig. Dies war das erste Mal für mich, die Wunden eines auf solch gewaltsame Art verletzten und letzten Endes leider verstorbenen Tieres zu sehen. Ich konnte diesen Teil des Einsatzes jedoch, (auch wenn es wirklich kein schöner Anblick war) verhältnismäßig gut wegstecken, was mich in meiner Berufswahl und dem vielfältigen Ausbildungsplatz hier bei TERRA MATER mit der mobilen Tierrettung bestätigt hat.

Wir hatten selbst immer schon Tiere bei uns zu Hause und leider auch einige, welche aus Rücksichtslosigkeit anderer zu früh von uns gehen mussten. Daher kann ich die Trauer eines jeden nachvollziehen, der aus heiterem Himmel eine solch tragische Nachricht erhält. Deshalb war für mich auch das Härteste an diesem Einsatz, den Besitzern ihren Liebling für einen letzten Abschied zu Hause vorbei zu bringen, bevor wir uns dann auf den Rückweg nach Lustadt gemacht haben.

Aber auch die ungewisse Zukunft des Hundes ist meines Erachtens bedauerlich. Denn laut den Augenzeugen, mit denen wir uns am Einsatzort auch noch unterhalten haben, ist dieser Vorfall ja auch nur durch eindeutiges Fehlverhalten des Hundehalters so zustande gekommen. Trotz sichtlich erkennbarer Beschilderung war der Hund nicht angeleint und ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, seinen in diesem Moment triebgesteuerten Hund zurückzuhalten, schaute der Mann/Besitzer dem Ganzen lediglich zu und ließ es einfach geschehen.

In den gerade mal 6 Wochen seit Beginn meiner Ausbildung habe ich mein Wissen über die Tierpflege schon ausbauen können, bin gespannt und freue mich auf die Zukunft hier bei TERRA MATER!

Bis dann, euer TM Azubi Arim

TERRA MATER e.V. | Azubis bundesweit

Wissen schützt - pflegen, füttern, putzen und noch viel mehr!

TERRA MATER und seine Tierschutzpartner - aktiver Tierschutz bundesweit
Wir retten, versorgen, vermitteln und wildern wieder aus. Täglich versorgen wir bis zu 500 Tiere auf unseren Stationen. Jährlich nehmen wir bis zu 1.000 Tiere auf unseren eigenen Tierauffangstationen in Lustadt, Graben-Neudorf und Guben auf und mehr als 10.000 Tiere in und über unser bundesweites Tierschutz-Netzwerk.
Uns ist die Aufklärung wichtig: Wie geht artgerechte Tierhaltung und was fördert das Wohlbefinden der Tiere? Wir unterstützen unsere Partnerstationen finanziell und auch bei der Ausbildung von professionellen Tierpfleger*innen. Die Ausbildung zum/zur Tierpfleger*innen dauert in der Regel drei Jahre. Gelernt wird abwechselnd in der Berufsschule und im Betrieb. Die TERRA MATER Azubis besuchen die verschiedenen TM-Partnerstationen, da die unterschiedlichen Tierbestände ihre Ausbildung noch fundierter machen. Mit Herz dabei und mit Liebe zum Tier können ausgebildete Tierpfleger*innen durchaus die Karriereleiter erklimmen. Ein Tierpfleger kann nach 6jähriger Berufserfahrung seinen Meister machen.

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