Sie lebte noch

Beschlagnahmt, ausgesetzt, gefunden und zum Sterben abgegeben.......

Ein Schicksal was uns alle angeht. Es hat etwas mit Respekt und Verantwortung zu tun. Zwei traurige Geschichten, die stellvertretend dafür stehen, was wir bei TERRA MATER fast täglich vorfinden.

Aufgespießt. Nein, Katzen haben nicht immer 7 Leben, schon gar nicht, wenn Menschen im Spiel sind. Dieser Katze hat es ihr Leben gekostet, weil Menschen ihren Garten verschönern wollten und nicht darauf geachtet haben, dass das große Gefahren birgt! Und nebenbei nicht nur für Haustiere, sondern auch für andere Menschen. Diese arme Katze ist unglücklich gefallen, was einer Katze eigentlich nicht viel ausmacht. Doch sie wurde lebendig aufgespießt. Als die mobile Tierrettung von TERRA MATER ankam lebte die Katze noch, durch die Bewegungen hatten sich ihre Gedärme bereits immer weiter um die Eisenstange zerrissen. Nachdem unser Team die Katze  von der Eisenstange befreien konnte und zum Tierarzt gefahren hat, konnte der nur noch eines tun: sie von ihrem Leid zu befreien und einzuschläfern. Das hätte nicht sein müssen!

Rocky ein vernachlässigter kleiner 6 jähriger Mischlingshund wurde als Fundtier in unserer Tierauffangstation in Lustadt abgegeben. Ein Trauerspiel! Mangels Zahnpflege, die sichtbar nie durchgeführt wurde, wahrscheinlich auch durch falsche Ernährung, litt der Hund unter starken Schmerzen. Rocky geht es zum Glück besser und konnte gerettet werden.

 

TERRA MATER IN LUSTADT | Aktiver Tierschutz rund um die Uhr

Seit 2002 bietet unsere Tierauffangstation am Ortsrand von Lustadt (Rheinland-Pfalz) auf rund fünf Hektar Land ausreichenden Schutz für entlaufene, beschlagnahmte sowie ausgesetzte Tiere.

Das  ist  uns  wichtig!  

Unsere Tierheimleiterin Desiree Borst bringt es auf den Punkt:

Tierpfleger*innen leisten Tag für Tag harte Arbeit. Wir säubern nicht nur Tierunterkünfte, sondern investieren unsere Geduld, Liebe und auch private Zeit in „unsere" Tiere. Tierpfleger*innen müssen hart im Nehmen sein, wenn z.B. ein „Messihaus" geräumt wird und vor Ort völlig verstörte, verwahrloste oder sogar tote Tiere vorgefunden werden.

Im Tierheim angekommen beginnt die eigentliche Arbeit. Oft müssen Hunde, Katzen oder Kleintiere erst einmal eine gründliche Körperpflege erfahren. Baden, bürsten, evtl. scheren, Krallen schneiden, Ohren reinigen sowie eine Parasiten-Behandlung gehören dazu.

Anschließend folgt der anspruchsvolle Teil. Jedes Tier wird individuell betreut. Sind Hunde ängstlich, weil sie schlechte Erfahrungen mit dem Mensch gemacht haben, müssen wir sie mit viel Geduld und Empathie mühevoll wieder aufbauen, um sie an ein „normales" Leben heranzuführen.

Katzen sind oft wochenlang schreckhaft und benötigen viel ruhigen Kontakt zu uns Pflegern. Verhaltenstherapien von Hund und Katze können Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. Manchmal sind es auch die alltäglichen Fälle, die uns ins Grübeln bringen, z.B. Fundhunde die zwar gechippt aber nicht registriert sind. Niemand scheint sie zu vermissen oder zu suchen.

Wir opfern viel und werden doch oft nur belächelt, weil wir individuelle Vermittlungskriterien haben, die auf jedes Tier abgestimmt sind. Wir sind vertraut mit den Tieren und möchten die neuen Besitzer etwas kennenlernen, um langfristig und passend vermitteln zu können. Nur einmal Gassi gehen reicht uns nicht aus, um ein Haustier einfach so mitzugeben. Wir sind kein Kaufhaus!

Optimale Versorgung

Versorgung & Betreuung rund um die Uhr

Ein anderes wichtiges Thema ist die Zusammenarbeit mit den Tierärzten in unserem Netzwerk. Mehrere Tierärzte sind 24 Std. für Rückfragen und Beratungen für uns erreichbar. Bei verletzten Neuzugängen oder im Krankheitsfall müssen wir gewissenhaft einschätzen, wer sofort tierärztliche Hilfe benötigt und wer noch etwas warten kann. Manche kleine Wunde können wir selbst behandeln. Prinzipiell sind unsere Tierpfleger*innen in der Lage, Wunden zu beurteilen, zu versorgen, Verbände anzulegen und zu wechseln. Ebenso zählt das Spritzen, meist zur weiterführenden medikamentösen Behandlung, zu den regelmäßigen Aufgaben.

Es liegt also viel Verantwortung bei uns und man benötigt auch eine Portion Selbstvertrauen, um manche Entscheidung zu treffen.

Tiere, und vor allem  die Tiere, die der Mensch als Haustier oder als Nutztier hält, brauchen unseren besonderen Schutz und jemanden der auf sie achtet, sie pflegt und behütet. Und das an 365 Tagen im Jahr, auch an Weihnachten, Ostern und Neujahr! Wir sind immer da, gerne und mit allem was wir geben können.

Bitte helfen Sie uns bei unserer Arbeit. Dieses können Sie mit Spenden, Mitgliedschaften und Patenschaften jederzeit tun.

Vielen Dank!

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