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Pepe
Haustiere sind nicht nur gut für des Menschen Psyche, sondern das Zusammenleben mit Ihnen fördert auch das positive Sozialverhalten von uns Zweibeinern untereinander.

Hallo,
unser "Pepe", ein 4 1/2 jähriger Beagle-Mischling, liegt gerade entspannt neben mir in seinem Körbchen (ausnahmsweise mal nicht auf der Coach...) und genießt sein Leben. Er ist für unsere 2 Kinder ein tolles Schmusetier, das ihnen jedoch auch viel Sozialverhalten beibringt: so musste gerade unsere jüngere, sehr lebhafte Tochter lernen, viel Respekt und Rücksicht zu üben. Denn unser Pepe ist mit knapp 8 Monaten aus dem Tierheim zu uns gekommen und hatte in seiner Prägezeit wohl schon alles von Vernachlässigung  bis Schläge durchgemacht.
 Für uns war eigentlich schon von vorneherein klar, dass wir gerne einen Hund aus dem Tierschutz nehmen würden, wir brauchen keinen "Rassehund". Allerdings muss ich dazu sagen, dass wir mit Pepe und Pepe mit uns viel Glück gehabt haben, und dass er absolut KEIN Anfängerhund, wie vom Tierheim angepriesen, war und ist! Es brauchte sehr, sehr viel Liebe, Geduld und Verständnis (vor allem von meinem Mann), dass Pepe heute relativ entspannt ist, zumindest bei uns zu hause:
Die "normale" Hundeerziehung, vereinfacht gesagt: "Ich bin das Herrchen und die bist der rangniedrigste in der Familie und hast zu gehorchen" war und ist mit Pepe nicht zu machen bei seinen Vorerfahrungen, die wir nur vermuten können.
An eine Hundeschule in der Gruppe war am Anfang nicht zu denken, weil er viel zu unsicher war. Daher habe ich mit einer Hundelehrerin ein paar Privatstunden genommen, um ihn erst einmal "alltagstauglich" zu machen. Wenn alles um ihn herum stimmt, ist Pepe auch ein "normal" hörender und friedlicher Geselle. Mit anderen Hunden kommt er ausnahmslos klar. Na ja, er als Kastrierter macht sich an der Leine manchmal schon mal ein bisschen stärker, je nachdem, wenn ein unkastrierter Rüde ihm entgegenkommt. Aber nach einmaligem "Aus" und Leine zurren hat er sich auch wieder beruhigt. Und doch bleibt er Männern gegenüber sehr verängstigt und ist weiterhin sehr schreckhaft und zieht den Schwanz in ungewohnten Situationen sehr oft ein. Mein Mann hat ganze 2 1/2 Jahre gebraucht, um sein Vertrauen einigermaßen zu gewinnen! Mittlerweile (er ist nun schon 3 3/4 Jahre bei uns) begrüßt Pepe meinen Mann schwanzwedelnd und lässt sich von ihm verwöhnen. Und doch ist da noch ganz viel Ängstlichkeit und Misstrauen in seinem Verhalten! Diverse Medikamente fürs Selbstbewusstsein brachten uns da auch nicht weiter. Allerdings ist es auch nicht so schlimm, dass er aus Angst oft zittert oder sonstige körperliche Beschwerden (bis auf einen Juck-tick) hat.Wir haben gelernt, damit umzugehen und können ihn mit etwas Rücksicht (Grundvoraussetzung!) trotzdem gut in unseren Alltag integrieren.
 Somit ist Pepe eigentlich unser "3. Kind" und wird mit viel Liebe nahezu vermenschlicht, was wir vom Verstand her eigentlich nicht richtig finden. Ich muss hier aber auch betonen, dass dies nur so funktioniert, da er sich trotzdem absolut unterordnet und sich bei Unsicherheit bisher fast immer eher zurückzieht oder nur bellt anstatt agressiv zu werden.
Fazit: es war eine glückliche Fügung für alle und ja, ich/wir würden es wieder tun, aber mit ganz viel Vorsicht und klarem Verstand - aber auch mit ganz viel Liebe!

Herzliche Grüße
Familie Strätling aus Hagen mit Pepe (ach ja: und dann sind da noch Paula und Emil, unsere Zwerg-Widderkaninchen, und unser Meerschwein Lucki!)

Pepe

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