Ob mit Gefieder oder ohne, verölte Tiere brauchen schnell Hilfe. Was im Notfall zu tun ist, darüber informierten das Tierhuus auf Föhr und die Ölvogelhilfe Germany.

Tierärztin Janine Bahr und Christian Erdmann
erläutern Sicherheitskleidung und Fangmethoden
Auf Föhr veranstaltete der Verein "Tierhuus" zusammen mit der "Ölvogelhilfe Germany" unter der Regie von Tierärztin Janine Bahr einen Workshop zur Erstversorgung von Seehunden und verölten Vögeln. Die Teilnehmer aus ganz Deutschland waren sowohl Fachpersonal, wie Tierpfleger, als auch Laien, die sich für den Notfall ausbilden ließen.

Tierärztin Janine Bahr und Christian Erdmann
demonstrieren den Umgang mit dem Tier
Neben Vorträgen zur Erstversorgung der Tiere, zu verschiedenen Fangtechniken am Strand, tiergerechten Transportmöglichkeiten sowie zum artgerechten Umgang mit Vögeln und Robben gab es praktische Übungen in der Wildtier-Station des "Tierhuus".

Tierärztin Janine Bahr nahm sich Zeit für jedem Teilnehmer
um das Schlauchschieben zu zeigen
Referenten waren unter anderem Mitorganisatorin Katharina Neeb von der "Ölvogelhilfe Germany", Christian Erdmann von der Terra Mater- Wildtier-Station Tellingstedt und aus den Niederlanden André van Gemmer von einer Seehund-Aufzuchtstation. "Der Erfolg der Ölvogel-Rehabilitationen an unseren Küsten 2007 und 2008 spricht für sich und kann bei schneller Hilfe auch an anderen Orten vielen Tieren, die Opfer eines Ölunfalls wurden, das Leben retten", so Janine Bahr in einer Mitteilung.

Katharina Neeb Mitorganisatorin entwurmt eine Stockente
und trainiert gleichzeitig den Umgang mit dem lebenden Tier.

Gruppenfoto der Seminarteilnehmer
Dank der großen Nachfrage sind weitere Lehrgänge geplant. Der Verein ist im Internet unter www.oelvogelhilfe.org oder direkt bei Janine Bahr (Telefon 0177/3300077) zu erreichen.
Text: NORDFRIESLAND TAGEBLATT, 17.02.2009 / Fotos: Pro Bird
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