Wer sorgt für mein Tier, wenn es mich überlebt?

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Diese Frage beschäftigt sicher viele ältere Menschen. Doch nicht nur bei älteren Tierhaltern kommt es vor, dass sie vorher versterben. Unfälle oder Krankheiten können jeden treffen. Auch den Freitod wählen Menschen unabhängig von ihrem Alter. Zurück bleibt dann das oft traumatisierte Tier, dessen Zukunft durch den Verlust des für ihn sorgenden Menschen ungewiss ist. Für diesen schlimmsten Fall sollten Sie vorzeitig Maßnahmen treffen, die ihr Haustier hinsichtlich Unterbringung und Versorgung absichern.Die Tiervorsorge über ein Testament oder ein Vermächtnis zu regeln, ist der ideale Weg. Wichtig: Das Tier selbst kann nach deutschem Recht nicht erben! Aber mit dem Erbe kann die Verpflichtung zur Betreuung des Tieres einhergehen. Um sicherzustellen, dass die übertragene Pflicht erfüllt wird, kann ein Testamentsvollstrecker im Testament eingesetzt werden, der dies überwacht. Die zur Tierversorgung beabsichtigte Person muss im von Ihnen handschriftlich verfassten Testament oder Vermächtnis eindeutig angegeben werden. Zur Sicherheit sollten auch Eigenschaften, Gewohnheiten sowie Futter- und Medikamentengaben und der behandelnde Tierarzt aufgeführt werden, damit die übernehmende Person so viel wie möglich über das Tier weiß. Zusätzlich zur Aufnahmeperson ist es ratsam, eine Ausweichvariante anzugeben – z.B. ein Tierschutzverein. Sie können mit einem Verein Ihres Vertrauens einen Tiervorsorgevertrag abschließen. Auf diese Weise bestimmen Sie bereits zu Ihren Lebzeiten über den Verbleib Ihres Tieres und sichern seine Versorgung. Das Testament oder Vermächtnis sollte beim Amtsgericht hinterlegt werden. Das ist preisgünstig. Außerdem kann dann kein Streit um die aktuellste Version entstehen. Der Erbe muss später lediglich einen Erbschein beantragen. Unabhängig von diesen Tipps, die keine Rechtsberatung darstellen, ist es grundsätzlich immer sinnvoll, einen Notar zur Beratung hinzuzuziehen.

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