Unser Hunde-Experte: Bodo Hindenburg

Bodo Hindenburg

"Auf den Hund gekommen "Er ist "der Mann für Hunde", so nennt sich der diplomierte Hunde-Ausbilder und Tierschützer mit Herz am liebsten. Wir trafen Bodo Hindenburg für ein Interview.

TM: Sie verwandeln Problemhunde in friedliche Wesen. Was macht Ihre Arbeit aus?

Bodo Hindenburg (BH):

Im Grunde ist meine Arbeit sehr bodenständig. Seit ich ein kleiner Junge war, beschäftige ich mich mit Hunden. Das hat mein Verständnis geschult für die Besonderheiten dieser wunderbaren Tiere. Wir können viel lernen von der Natur – schauen Sie sich nur an, wie ein Muttertier mit seinen Welpen umgeht. Disziplin und Herzlichkeit gehören für mich untrennbar zusammen. Wenn ich mit einem Tier arbeite, dann bilden wir eine Einheit.

TM: Im März 2014 kam Canto zu Ihnen. Der schwarzgraue Deutsche Schäferhund zeigte eine große innere Unruhe. Was war mit diesem Hund passiert?

BH: Wir wissen leider nicht viel über sein Schicksal. Canto ist etwa 8 – 9 Jahre alt und war eine Zeit lang im Tierheim, wo er sich sehr verhaltensauffällig zeigte. Vermutlich wurde er ursprünglich als Zoll- oder Polizeihund eingesetzt. Vor allem Schäferhunde als sehr leistungsorientierte Tiere eignen sich hervorragend für diesen Bereich.

TM: Sie meinen, Canto fühlte sich in seinen Fähigkeiten unterfordert?

BH: Genau! Canto ist ein Spezialhund, der zu absolutem Gehorsam ausgebildet wurde. Er wartet sozusagen jeden Moment darauf, einen Befehl auszuführen. Im Tierheim wurde ihm diese Leistung dann nicht mehr abverlangt. Hinzu kamen sein hohes Alter und die körperlichen Schmerzen. Da dreht ein Hund irgendwann durch.

TM: Gibt es Hoffnung für Canto?

BH: Bei uns hat er ein stressfreies Zuhause gefunden. Canto wirkt mittlerweile ruhiger, baut langsam Vertrauen auf. Für uns zählt jeder einzelne Fortschritt und sei er noch so klein.

TM: Vielen Dank für das Interview!

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