Steinbock „Herr Heidi“ zieht um

Bei einem illegalen Tiertransport wurden im März 2014 einige Schwarzhalsschwäne, Bennett-Kängurus und ein kleiner Steinbock beschlagnahmt. Die Tiere sollten vermutlich von Polen zu einem privaten „Zoo“ in die Niederlande gebracht werden. Der Transport wurde jedoch in Deutschland kontrolliert und da für die Tiere die erforderlichen Papiere fehlten, wurden diese sichergestellt. Bei seiner Ankunft in der Wildtierhilfe Lüneburger Heide e.V. wurde irrtümlich angenommen, dass es sich bei dem kleinen Steinbock um eine Geiß handelt und er wurde auf den Namen Heidi getauft. Nachdem der Irrtum schnell bemerkt wurde, bekam er kurzerhand den Namen „Herr Heidi“.Die Schwäne und die Kängurus konnten vermittelt werden, während „Herr Heidi“ im Flachland gestrandet ist. Ihm würde es sicher im bergigen Gelände besser gehen und es gab Überlegungen, ihn nach Innsbruck in den Alpenzoo zu vermittelt. Leider konnte er dort nicht aufgenommen werden, da er 1. keine Geiß ist und 2. nicht für das Auswilderungsprogramm geeignet wäre.Im Frühjahr 2015 wurde eine Umsiedlung des Steinbocks immer dringender und die Wildtierhilfe suchte händeringend nach einem geeigneten Platz. Denn „Herr Heidi“ befand sich noch immer in ehemaligen Station in Mittelstendorf, wo alle Gehege bis zum 30.06.2015 abgebaut sein müssen, da der Pachtvertrag ausläuft. Ein Umzug in die neue Station auf dem Emhof in Soltau war auch nicht wirklich eine Option, denn jeder Transport bedeutet natürlich Stress für das arme Tier. Auf einmal ging alles sehr schnell. Anfang dieser Woche bekamen wir eine Nachricht vom Wildpark Gersfeld in der Rhön, die eine Gruppe von 10 Steinböcken haben und den jungen Bock sofort nehmen würden. Schon zwei Tage später, am 28.05.2015, haben wir „Herrn Heidi“ in sein neues Zuhause nach Hessen gebracht, wo er hoffentlich gut in die Gruppe integriert werden kann. Wer sich für einen Besuch bei „Herrn Heidi“ interessiert, findet ihn im Wildpark Gersfeld: http://www.wildpark-gersfeld.de

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