St. Martin steht vor der Tür

Am 11.11. feiern wir traditionsgemäß den Martinstag. Er geht zurück auf Martin von Tours ( geboren 316 nach Chr. im heutigen Ungarn). Der war – fünfzehnjährig – Soldat der römischen Armee. Im Winter traf er auf einen armen Bettler, der um eine Gabe bat. Martin zerteilte mit dem Schwert seinen Mantel und gab dem frierenden Bettler eine Hälfte.

Was hat das alles mit dem Brauch zu tun, an St. Martins Gedenktag eine Gans zu essen? Nun, die Legende erklärt es so: Martin von Tours sollte wenig später zum Bischof geweiht werden. Dem versuchte er zu entgehen – er war ein überaus bescheidener Mann – indem er sich in einem Gänsestall versteckte. Die Gänse vereitelten sein Vorhaben mit lautem Geschnatter und er wurde gefunden. Seitdem müssen die Gänse „büßen“.

Es spricht nichts gegen einen leckeren Braten zum Martinstag und später zu Weihnachten. Es sollte aber beim Kauf einer Gans – wie auch bei allen anderen Tieren, die wir Menschen essen – darauf geachtet werden, dass die Gans ein artgerechtes Leben hatte in Freilandhaltung mit der Möglichkeit sich frei zu bewegen und sich von Gras zu ernähren, wie es ihrer Natur entspricht. Wir sind es diesen Tieren schuldig, dass sie weder eingesperrt noch mit Industriefutter gemästet werden, wie es generell geboten ist, Achtung vor der Kreatur zu haben!!!

Zurück