Ringelnattern gerettet

"Ein Landwirt gab mir Bescheid, in seinem Misthaufen lägen Schlangeneier, er müsse aber den Mist abtragen", erklärt Christian Erdmann von TERRA MATER. Es wurde noch zusammen überlegt, ob der Abfuhrtermin verschoben werden könnte, was aber aus Platzgründen nicht ging. So sammelten wir die Schlangeneier aus dem Mist. Hier muss man sehr vorsichtig vorgehen — da die Reptilieneier im Gegensatz zu Vogeleiern nicht gedreht werden dürfen.Zu Hause angekommen wurde schnell ein Brutapparat für die Schlangeneier aufgestellt und die Eier dort eingelegt. Nun hieß es abwarten, da wir ja nicht wussten, wann die Eier dort abgelegt worden waren. Nach zwei Wochen — bei der täglichen Kontrolle dann: Die erste geschlüpfte Ringelnatter! Tag für Tag folgten die anderen Jungschlangen aus den Eiern. Jetzt sind schon über vierzig Ringelnattern geschlüpft — haben sich schon einmal gehäutet und wurden heute in geeignete Biotope in Dithmarschen ausgesetzt. "So einfach kann Tier- und Naturschutz sein!", freut sich Christian Erdmann. Tierschützer und Landwirte müssen eben einfach nur mal miteinander schnacken.

Zurück