Mila entrann nur knapp dem Tod

Durch die Leishmaniose war Mila
bis auf elf Kilogramm abgemagert

Zu besseren Zeiten lebte die dreijährige Dobermann-Hündin Mila irgendwo in Deutschland. Doch als ihr Herrchen spontan beschloss, in den Süden auszuwandern, begann für das Tier ein Martyrium. Weil der Besitzer vergessen hatte, sie durch ein Skaliborhalsband zu schützen, zog sie sich eine Leishmaniose zu. Diese Infektionskrankheit wird oft aus dem Urlaub mitgebracht, denn sie kommt in Regionen vor, die südlicher des 45. Breitengrades liegen. Durch den Stich von Sand- oder Schmetterlingsmücken gelangen einzellige Parasiten in das Blut des Hundes und nisten sich in den Makrophagen, also den Fresszellen ein. Die Krankheit äußerte sich bei Mila unter anderem durch extremen Gewichtsverlust. Mit nur elf Kilogramm Lebendgewicht wurde sie in der TM-Partnerstation, dem Pferdeschutzhof Four Seasons e.V., abgegeben – nicht einmal vom Besitzer selbst, sondern von einem Nachbarn! Lange war nicht klar, ob sie überlebt. Nach Intensivmedizin, Spezialfutter, etlichen Blutuntersuchungen und Waschungen erholt sie sich langsam. Mila hat einen ungebrochenen Lebenswillen. Die stets gutgelaunte, kinderliebe Hündin ist wirklich mit allen – selbst mit Katzen – kompatibel. Sie wird auf dem Four Seasons-Hof bleiben. Ihr ehemaliger Halter, gegen den noch ermittelt wird, bekommt sie jedenfalls nie wieder!

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