Feiern Sie St. Martin, aber schützen Sie die Tiere!

Jedes Jahr ist es auch in Deutschland vielerorts Brauch, am 11. November das Fest zu Ehren des heiligen Martin von Tours zu feiern, der – so die Legende – seinen Mantel mit einem Bettler teilte, um ihn vor dem Erfrieren zu retten: Kinder ziehen mit Laternen durch die Straßen und singen Lieder. Zum Abschluss gibt es häufig große Martinsfeuer, und die traditionelle Gans wird verspeist.

Für die Menschen ist der Martinstag ein freudiges Fest – für viele Tiere bedeutet er großes Leid. Denn bei den Feuern sterben Wildtiere wie z. B. Igel, die im meist schon Tage vorher aufgetürmten Reisig Unterschlupf gefunden haben. Auch für die Festessen werden jährlich unter oft qualvollen Bedingungen in Massen Gänse gezüchtet, weil rechtsverbindliche Mindestanforderungen zu ihrer Haltung weder in der deutschen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, noch auf EU-Ebene existieren.

Unser Appell ist daher: Denken Sie am Martinstag auch an den Tierschutz! Wenn Sie nicht auf Gänsebraten verzichten wollen, kaufen Sie bitte Gänse aus ökologischer und regionaler Haltung. Damit in den Martinsfeuern keine Wildtiere sterben, sollten Sie zudem das Brennmaterial kurzfristig auf- und direkt vor dem Anfeuern noch einmal umschichten. So werden Tiere, die sich eventuell doch im Reisig verkrochen haben, aufgescheucht und können sich in Sicherheit bringen.

Zurück