EU-Heimtierausweis / Tollwutschutzimpfung

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Für alle TierhalterInnen haben wir hier auf einen Blick die Änderungen zusammengestellt, die es künftig in den Bereichen Reisen mit Tier sowie Tollwutimpfung zu beachten gilt.

In Kraft getreten: 29.12.2014

Neuer EU-HeimtierausweisDer neue EU-Heimtierausweis — erforderlich für Reisen mit dem Haustier — muss künftig einige Angaben zusätzlich enthalten: 1. Personenbezogene Daten des Tierhalters müssen mit dessen Unterschrift bestätigt werden.

2. Der ausstellende Tierarzt muss seine Kontaktinformationen erfassen und diese unterschreiben.

3. Die Seiten im Ausweis, die den Aufkleber mit dem Chip-Code sowie denjenigen mit der verabreichten Tollwut-Impfung tragen, werden mittels Laminierung versiegelt, um Missbrauch zu vermeiden.

4. Der ausstellende Tierarzt muss künftig folgende Daten für 3 Jahre aufbewahren:

Die Kontaktinformationen des Tierhalters, Ausweisnummer, Chipnummer, ggf. Tätowierung, Ort der Kennzeichnung, Zeitpunkt der Anbringung oder des Ablesens.

Achtung:

Diejenigen Heimtierausweise, welche vor dem 29.12.2014 ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit bis zum Lebensende des betreffenden Tieres!

In Kraft getreten: 31.12.2014

Neue Verordnung zur TollwutimpfungDiese Verordnung untersagt es künftig auch Privatpersonen, Welpen ohne Tollwutimpfung nach Deutschland zu bringen. Die Einfuhr der Hunde kann frühestens drei Wochen nach erfolgter Impfung ablaufen.

Ein Welpe kann die Tollwutimpfung frühestens ab der 12. Lebenswoche erhalten, der Impfschutz ist erst gewährleistet, wenn 21 Tage vergangen sind. Daraus folgt, dass die Welpen grundsätzlich erst frühestens in der 16. Lebenswoche nach Deutschland eingeführt werden dürfen.

Wozu die neue Regelung?

Ziel ist unter anderem die Eindämmung des illegalen Welpen-Handels. Die Händler bieten oft Hunde an, die deutlich zu jung sind, um schon von Mutter und Wurfgeschwistern getrennt zu werden.

Der Erwerb eines Tieres aus illegalem Handel birgt daher vielfältige Gefahren, sich ein "Sorgenkind" ins Haus zu holen: Die Tiere sind in aller Regel durch die frühe Trennung von Mutter und Geschwistern nicht hinreichend sozialisiert, da sie lebenswichtige Erfahrungen und Lernschritte nicht machen konnten. So sind Verhaltensstörungen vorprogrammiert. Häufig sind die Tiere so schwer krank, dass auch aufwändigste Tierarztbehandlungen es nicht mehr gesund machen können. Endstation ist häufig das Tierheim, ohne Chance, ein liebevolles Zuhause zu finden.

Händler konnten die fehlende Tollwut-Impfung bisher umgehen, indem sie sich als Privatpersonen ausgaben. Dem soll die neue Verordnung Einhalt gebieten.

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