Es kommt nicht (immer) auf die Größe an!

Laut einer aktuellen dpa-Meldung kann eine Hirnstudie erklären, warum viele Vögel ungewöhnlich intelligent sind: Wissenschaftler um Pavel Nemec von der Karls-Universität Prag und Suzana Herculano-Houzel von der Vanderbilt University in Nashville (USA) untersuchten 28 Vogelarten. Dabei zeigte sich, dass die Nervenzellen in ihrer Großhirnrinde wesentlich dichter angeordnet sind als bei Säugetieren. Dieses Areal wird mit Intelligenz in Verbindung gebracht. So sind die Gehirne eines Stars und einer Ratte zwar gleich schwer, doch das des Vogels enthält 483 Millionen Neuronen, während der Nager es nur auf 200 Millionen bringt. Papageien und Rabenvögel, die als besonders intelligent gelten, weisen eine hohe Zahl an Nervenzellen auf. Die Forscher vermuten, dass diese Entwicklung darauf zurückzuführen ist, dass sich die Eltern bei diesen Tiergruppen verhältnismäßig lange intensiv um ihren Nachwuchs kümmern. Das ermögliche ihren Gehirnen einen längeren Reifungsprozess.

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