Die Zeckenzeit geht wieder los!

Bild: Pixabay

In Sträuchern, Büschen oder im hohen Gras lauern die Mini-Vampire auf eine Blutmahlzeit, durch die ihr Körperumfang um ein Vielfaches anschwillt. Die Spinnentiere sind aber nicht nur wenig appetitlich und lästig, sie können auch Krankheiten übertragen wie Borreliose oder Hirnhautentzündung, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird.

In Deutschland war der Gemeine Holzbock bisher als Hauptverantwortlicher für die Übertragung der gefährlichen Erreger bekannt. Verstärkung erhält er inzwischen von der Auwaldzecke. Sie gehört zur Gattung der Buntzecken und breitet sich seit Ende der 1990er-Jahre von Ost- und Südwestdeutschland sukzessive nach Norden aus. Diese Zeckenart geht im Gegensatz zu den meisten ihrer Artgenossen bereits im Januar/Februar aktiv auf die Jagd nach Wirten - selbst in Gärten und städtischen Kleinstgrünflächen! Zweibeiner befällt sie seltener als Wildtiere oder Schafe und ist vor allem für den „besten Freund des Menschen“ gefährlich, da sie nicht nur Borreliose und FSME überträgt, sondern auch Hundemalaria!

Zeckenstiche sind kein Grund zur Hysterie, dennoch sollten Sie sich wappnen, indem Sie

- helle, möglichst vollständig die Haut bedeckende Kleidung tragen
- Hemd in die Hose und Hosenbeine in die Socken stecken
- Kopfbedeckung tragen 
- Anti-Zeckenmittel (Repellent) auf die Haut auftragen
- Kleidung nach der Rückkehr aus der Natur abklopfen
- Haut sorgfältig nach Zecken absuchen

Falls eine Zecke in die Haut gestochen hat, muss sie so schnell wie möglich entfernt werden. Dazu bitte kein Öl, Benzin, Nagellackentferner oder sonstige „Hausmittel“ verwenden. Dadurch ersticken die Tiere zwar, erbrechen sich aber vorher in die Einstichstelle und transportieren so noch mehr Bakterien hinein!

Fassen Sie die Zecke bitte unbedingt mit den Fingern, einer Pinzette, einer speziellen Zeckenkarte oder -zange dicht über der Haut an und ziehen Sie sie gerade und möglichst vollständig heraus. Den Körper des Tieres nicht drehen, quetschen oder drücken!! Desinfizieren Sie die Einstichstelle anschließend gründlich und beobachten sie eventuelle spätere Rötungen. Im Zweifelsfall seien Sie lieber „übervorsichtig“ und suchen Sie einen Arzt auf!

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