Basstölpel in „Seenot“

Einen echten „Helgoländer“ bekam Christian Erdmann, Leiter der Wildtierauffangstation in Sparrieshoop (Landkreis Pinneberg) jetzt in Pflege. „Der geschwächte Hochseevogel hatte weggeworfene Fischernetze um den Körper gewickelt“, bedauert Christian Erdmann, der sich seit 28 jahren um verletzte Wildtiere kümmert. „Dadurch war ein Fischfangen natürlich unmöglich.“ Urlauber aus Hamburg fanden den Basstölpel am Strand von St. Peter-Ording. Sie brachten das geschwächte Tier auf ihrem Nachhauseweg nach Hamburg in die Wildtierstation in Sparrieshoop. „Wir haben zuerst das sich um den Vogelkörper gewickelte Netz entfernt“, erläutert Erdmann. Der Basstölpel ließ das bereitwillig geschehen. Danach gab es „Fisch satt“. Mittlerweile haben Katharina und Christian Erdmann, die regelmäßige Gäste auf der Hochseeinsel sind, den diesjährigen Basstölpel zurück nach Hause, nach Helgoland, gebracht. „Es ist unsere moralische Pflicht solchen Wildtieren zu helfen, die durch menschliche Schuld in Not geraten“, sagt Katharina Erdmann.

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