Schreckensnacht einer Katze

"Ich, die kleine Schwarze mit der weißen Stirn, fand eines Abends nicht mehr nach Hause. In einer verlassen anmutenden Hundehütte suchte ich Schutz und verkroch mich. Als ich am Morgen aufwachte, hörte ich Geräusche und erschrak sehr: Ein großer Kopf schob sich in den Eingang meines Unterschlupfes und zwei große Hundeaugen fixierten mich. Der Riese schien erstaunt, ging ein paar Schritte zurück und schaute mich wieder an. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, doch diese Entscheidung wurde mir abgenommen: Zwei warme Menschenhände holten mich aus der Hütte und streichelten mich beruhigend. Ich wurde in das Gubener Tierheim gebracht, das eng mit dem Umwelt- und Tierschutzverein TERRA MATER e. V. zusammenarbeitet, wie ich später erfuhr. Dort erhielt ich ein Bettchen, ein Kuscheltier sowie ein Fläschchen mit warmer Katzenbabymilch. Das tat meinem knurrenden Magen sehr gut.

Schon am zweiten Tag bekam ich eine Spielgefährtin, die sich auch verlaufen hatte. An Tag drei waren wir bereits drei Katzenkinder, die ein Schicksal teilten. Jetzt fressen wir schon richtiges Katzenfutter. Das ist unglaublich lecker und natürlich haben wir ständig Hunger, weil wir uns ja im Wachstum befinden. In drei Wochen ist es so weit: Dann werden wir geimpft und warten auf Familien, die mit uns leben wollen.  Wir sind aber nicht nur drei sehr hübsche Welpen. Um uns herum miaut es auch. In diesem Raum sind wir zwölf ganz Kleine. Unsere größeren Geschwister leben in einem anderen Zimmer. Die können schon angesehen werden. Wir alle wurden gefunden. Wer gibt uns ein Zuhause?

Es grüßt 
die Hundehüttenkatze"

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