Animal-Hoarding fängt manchmal schon im Kleinen an

Charly

Unsere Partnerstation, das Welpenwaisenhaus NRW e.V. in der Eifel, berichtet von einer Hundehaltung, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Derartige Dramen spielen sich leider allzu oft im Stillen ab und kaum jemand bemerkt, dass Tiere in vielen Familien keineswegs artgerecht gehalten werden. Ein – vorsichtig ausgedrückt – sehr gedankenloses Ehepaar hatte mehrere nicht kastrierte Zwerghunde. Diese vermehrten sich vollkommen unkontrolliert. Da Welpen aber so niedlich sind und die Halter sich nicht von ihnen trennen wollten, wuchs die vierbeinige Familie schnell auf das Zehnfache heran. Das ist nicht wirklich überraschend vor dem Hintergrund, dass solch ein Hundeweibchen in einem Wurf sechs bis acht Junge zur Welt bringt. In diesem Falle waren nicht nur die Örtlichkeiten für diese Hundeschar nicht mehr ausreichend. Es schickte sich zudem an, dass der Vater die Tochter, oder der Sohn die Mutter bedecken würde. Katastrophale Umstände also, abgesehen von der Tatsache, dass weder die tierärztliche Versorgung sichergestellt werden konnte, noch Geld für vernünftiges Futter, Entwurmungen und Impfungen zur Verfügung stand.Auf Anraten einer Nachbarin schaltete sich der örtliche Tierschutzverein in die Tierhaltung ein, sodass den armen Tieren endlich geholfen wurde: Zwei Welpen, Charly und Monty, kamen vollkommen verwurmt und ohne Chip und Impfung ins Welpenwaisenhaus. Glücklicherweise arbeitet unser Partner erfolgreich mit befreundeten Vereinen zusammen. So konnten die erwachsenen Hunde bis auf drei Tiere in Heimen und Pflegestellen untergebracht werden. Die verbleibenden Hunde wurden kastriert. Auch für Entfloh- und Entwurmung wurde gesorgt und einem Hund die massiv eingewachsene Kralle entfernt.Wir sind sehr erleichtert, dass diese Geschichte ein glückliches Ende nahm: Charly und Monty konnten, nachdem sie entwurmt, gechipt und mehrfach geimpft wurden, im Doppelpack in eine Familie einziehen. Diesen Menschen helfen sie nun über den kürzlich erfolgten Verlust ihres Hundes hinweg, der nach erfülltem, langen Leben über die Regenbogenbrücke gegangen war. Tiere können sich nicht selbst helfen und sind ihrem Schicksal hoffnungslos ausgeliefert. Wenn Sie von einer derartigen, nicht artgerechten Tierhaltung erfahren, bedenken Sie daher bitte, dass Tierschutzvereine und Behörden erst aktiv werden können, wenn Sie sich trauen, derartige Missstände anzuzeigen!

Monty

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