Achtung, Stacheldraht tötet!

Foto:
Wildtierstation Hamburg

Die Natur ist zerschnitten von Autobahnen, Hochspannungsleitungen, Windparks und Stacheldraht. Die Tiere, die in diesem Umfeld überleben, haben Glück. Zum Leidwesen der Wildtiere verbrauchen die Menschen immer mehr Natur, ohne Rücksicht auf Verluste. Es werden auch Stacheldrähte quer durch die Natur gespannt, wohlwissend, dass es Opfer unter den Wildtieren gibt. Und wenn ein Stacheldraht nicht mehr benötigt wird? Dann denkt meist niemand daran, diese Gefahrenquelle zu entfernen. Dieses Uhumännchen wurde am 18. Januar in Lutzhorn (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein) von uns aus dem Stacheldraht befreit. Leider verstarb die größte Eule der Welt bei uns aufgrund ihrer schlimmen Verletzungen. Im Jahr 2015 ist das bereits der zweite Uhu, der in der Wildtierstation Hamburg-Schleswig/Holstein gepflegt wurde. 2014 hatten wir fünf Uhus als Stacheldrahtopfer, eine seltene Sumpfohreule und zahlreiche seltene Wiesenvögel. Es war kein guter Start ins Jahr 2015 und der Frust ist groß, denn niemand kümmert sich um diese Problematik und die zynische Frage stellt sich: Was nützen eigentlich all die Auswilderungsprojekte, wenn die Vögel kurz darauf im Draht sterben müssen?

Zurück